Sonntag, 24. August 2008

Geld regiert die Welt

Da für mich das Thema zur Zeit interessant ist, will ich mal meine Meinung über Geld, Macht und den Staat als ausführende Instanz kundtun. Zunächsteinmal stellt sich mir die Frage: Wer hat überhaupt das Geld erfunden? Laut Wikipedia waren das die Lyder im 7. Jahrhundert vor Christus.

Die ersten Münzen wurden im 7. Jahrhundert v. Chr. von den Lydern geschlagen. Münzen erleichterten den Handel wesentlich. Sie hatten den Vorteil, immer gleiche Größe, gleiches Gewicht und gleiches Aussehen zu besitzen und statt gewogen abgezählt werden zu können.

Natürlich gab es davor ebenfalls schon Zahlungsmittel, welches im alten China zum Beispiel durch Muscheln repräsentiert wurde. Geld gibt es also schon eine ganze Weile und in den diversesten Arten und Formen. Den Ursprung findet Geld im Tauschhandel, wo Menschen Güter denen sie überdrüssig waren tauschten gegen Güter an denen für sie Mangel bestand.
Im Grunde war der Tauschhandel eine feine Sache. Ein Bauer bestellte zum Beispiel ein Kartoffelfeld und da er dann bei der Ernte mehr Kartoffeln hatte, als er brauchte, tauschte er sie zum Beispiel beim Bauern nebenan gegen Milch. So hätte das noch ewig weitergehen können, wenn dem einen Bauern nicht irgendwann die Kartoffeln ausgegangen wären. Natürlich brauchte er immernoch Milch, aber er hatte keine Kartoffeln mehr. Was tun, wenn nicht sterben? Andere Güter zum Tauschen finden. Der ein oder andere tauschte dann vielleicht sein Pferd, manch einer vielleicht auch sein angetrautes Weib, aber längerfristig konnte das keine Lösung sein. Das Geld war erfunden! Anstatt beliebige Dinge zu tauschen, einigte man sich darauf, bestimmte Gegenstände als wertvoll zu definieren und diese als universelles Tauschmittel anzusehen. So konnte der Bauer mit den Kartoffeln beim Milchbauern seine Milch holen, obwohl seine Ernte noch lange nicht soweit war, und der Milchbauer konnte sich dann später seine Kartoffeln zurücktauschen.

Wäre alles nicht so schlimm und eigentlich auch eine Supersache ein universelles Tauschmittel zu haben, aber wohl nicht auf dieser Welt! Leider sind die Menschen so auf ihren Vorteil bedacht, dass sie versuchen, immer mehr von diesem Geld zu sammeln, zu verwenden und zu vermehren. Wir feilschen und betrügen, geizen und handeln, als wenn es das Wichtigste im Leben wäre. Da wird Menschen Geld abgenommen, weil sie eine Straftat begangen haben - obwohl das Eine mit dem Anderen rein Garnichts zu tun hat - und Freundschaften zerbrechen, weil jemand seine Schulden nicht zurückbezahlt. Irgendwie klingt das ziemlich arm in meinen Augen.

Gehe ich nach meinem gesunden Menschenverstand sind Freiheit, Freundschaft und Nächstenliebe für mich die höchsten Güter auf Erden. Da braucht es kein Geld als Tausch-/Zahlungsmittel, denn wer nichts hat, mit dem teile ich gerne was ich habe. Materielle Dinge sind zwar ganz schön und, mein Gott, ich bin auch ganz Happy, mir das ein oder andere gekauft zu haben, aber es gibt nichts materielles im Leben, das jemals wichtiger als ein anderer Mensch sein könnte.

Ich finde es schade, dass viele Menschen aber genau so denken und eben ihr ganzes Leben nur danach streben, soviel Profit wie möglich zu machen. Deren Motivation ist nicht das Geldscheffeln an sich, sondern Macht und Energie. Macht über andere, die ihnen ein gutes Gefühl gibt, und der Gedanke, dass sie berühmt werden und man auch noch nach ihrem Tod an sie denken wird. Vergessen tun sie dabei, dass sie vielen Menschen damit schaden, Menschen in deren Haut sie genauso stecken könnten. Dass es anders geht, zeigen berühmte Persönlichkeiten wie Ghandy, Jesus, Mutter Theresa und zig andere Menschen.
Wie gesagt, ich finde Geld an sich nicht schlecht, und auch eine Marktwirtschaft muss nicht negativ sein. Jedoch finde ich den Umgang der Menschen damit und mit ihren Artgenossen mehr als mies!

Sollten wir zum Ziel haben, eine bessere Zukunft zu gestalten, ja, vielleicht sogar irgendwann wie im Paradies leben zu wollen, dann ist das was wir im Moment tun mit Sicherheit der falsche Weg. Adam und Eva nannten lediglich ein Feigenblatt ihr Eigen (wenn überhaupt) und waren trotzdem reicher als die meisten Menschen unserer Zeit.


Geld regiert die Welt - dich auch? Wie stehst du zum Thema Geld und allem was dazu gehört? Notwendig oder nur irgendso eine blöde Erfindung ohne die wir nun leider nicht mehr leben können? Schreib deine Gedanken und Ideen in die Comments!

6 Comments:

FERNmann hat gesagt…

Hey du sprichst mir mal wieder aus der Seele :-)
Da kann man im Prinzip wieder einen Standardspruch abgeben: "Geld ist weder gut noch schlecht, es kommt darauf an was der Benutzer damit anstellt". Vielleicht schaffen wir es einmal, das Geld abzuschaffen, wie in der SciFi-Serie StarTrek, dort wurde das aber auch nur durch eine Technologie ermöglich, genannt Replikator, einen kleinen ekigen Kasten, mit der man alles in Sekunden herstellen kann, was man gerade benötigt, womit Geld sinnlos wäre. Das Teil kann sogar den Müll wieder in Energie umwandeln ;-)

Sky-Walker hat gesagt…

So'n Replikator wär echt 'ne klasse Idee! =)

Obwohl, das wär mir dann vielleicht doch ein wenig zu einfach. Erst durch den Schweiß den man erbringt, freut man sich richtig über das was man bekommt.

T to the B hat gesagt…

Eine sehr schöne und passende Textstelle aus Khalil Gibran's "Der Prophet":
Vom Kaufen und Verkaufen



Und ein Kaufmann sagte: Sprich uns vom Kaufen und Verkaufen.

Und er antwortete und sagte:

Die Erde gibt euch ihre Frucht, und es wird euch an nichts mangeln, wenn ihr nur wisst, wie ihr eure Hände füllt.

Im Austausch der Gaben der Erde werdet ihr Fülle finden und gesättigt sein.

Doch wenn der Austausch nicht in Liebe und freundlicher Gerechtigkeit stattfindet, wird er bloß einige zur Gier und andere zum Hunger führen.

Wenn ihr Arbeiter des Meeres, der Felder und der Weinberge auf dem Markt die Weber, Töpfer und Gewürzhändler trefft,

Dann beschwört den höchsten Geist der Erde, in eure Mitte zu kommen, und die Waagen und die Rechnungen zu segnen, die Wert gegen Wert abwägen.

Und duldet bei euren Tauschgeschäften nicht die mit leeren Händen, die ihre Worte gegen eure Arbeit verkaufen möchten.

Solchen Männern solltet ihr sagen:

"Kommt mit uns aufs Feld oder fahrt mit unseren Brüdern zur See und werft eure Netze aus;

Denn das Land und das Meer werden sich euch gegenüber genauso freigebig zeigen wie uns."

Und wenn die Sänger und Tänzer und die Flötenspieler kommen, nehmt auch von ihren Gaben.

Denn auch sie sind Sammler von Früchten und Weihrauch, und was sie bringen, obwohl aus Träumen geschaffen, ist Kleidung und Nahrung für eure Seele.



Und bevor ihr den Marktplatz verlasst, seht zu, dass niemand mit leeren Händen seines Weges gegangen ist.

Denn der höchste Geist der Erde wird nicht friedlich auf dem Wind schlafen, bis die Bedürfnisse auch des Geringsten unter euch befriedigt sind.

Sky-Walker hat gesagt…

Genau so ist es! =)

Anonym hat gesagt…

Ja geld regiert die Welt denn wer Geld hat hat bessere chancen etwas zu erreichen. Leute die nicht so viel Geld haben haben es schwieriger. Geld hat für mich nicht so einen hohen stellenwert natürlich hätte ich gerne mehr aber ich möcht für alles Geld was ich besitze selber arbeiten ich glaube nur so lernt man den richtigen Umgang mit Geld.

Sky-Walker hat gesagt…

Eigentlich brauchen wir Geld nur, weil Andere es brauchen. Ist halt viel einfacher, Sicherheit zu haben, anstatt auf die Nächstenliebe des Anderen zu vertrauen.

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