Meine liebe Oma wurde heute zu Grabe getragen. Das war einer der bewegendsten Augenblicke in meinem Leben.
Es lag ein Knistern in der Luft und ein leichter Regen fiel auf die Erde herab. Als wäre es so geplant, hörte der Wind auf zu wehen, als wir in ein stilles Gebet verfielen. Ich merkte förmlich wie sich die Atmosphäre der Situation anpasste, als sei es von großer Hand geplant. Tiefe Andacht lag über uns allen, als der Sarg ins Grab gelassen wurde und ein jeder meiner Oma die letzte Ehre erwies.
Im anschließenden Gottesdienst geschah etwas ganz seltsames. Während wir beteten, spürte ich aufeinmal, dass meine Oma da war. Ich konnte sie beinahe sehen, obwohl es nur ein ganz starkes Gefühl war. Sie kam zu mir und schenkte mir Trost, um danach zu meinen Eltern zu "gehen". Ich weiß nicht, ob die es auch merkten, und ich weiß, es klingt verrückt, aber so wahr ich das hier schreibe, weiß ich, dass sie da war.
Das brachte mir dann endgültig die Tränen in die Augen, die ich vorher mehr oder weniger unterdrücken konnte.
Ich freue mich, dass so viele Menschen gekommen sind, nicht nur Verwandte, sondern auch Leute aus meinem Ort und aus vielen anderen Dörfern hier in der Umgebung, die sie gekannt haben.
Vielen Dank an all diese und auch an diejenigen die zwar nicht kommen konnten, aber im Geiste bei uns waren. Danke! Und ich wünsche all denjenigen Kraft und Mut, die um sie trauern.
Ich möchte mich ebenfalls bei Patrick bedanken, der sich die letzten Tage so sehr um mich gekümmert hat, immer für mich da war und mir stundenlang zugehört hat, um mir dann mit Rat und Tat beiseite zu stehen. Leider treffen wir uns normalerweise nicht allzuoft, aber in dieser schweren Zeit war er jeden Tag für mich da. Danke!
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