Von törichten Jungfrauen
Vor einiger Zeit hat mir ein sehr guter Freund von einem Gleichnis Jesu erzählt, das er auf einer Beerdigung gehört hat. Nachdem ich es fast wieder verdrängt hatte, bin ich heute durch Zufall wieder darauf gestoßen.
Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.
Manchmal ist es eben nicht ganz so leicht, dann wenn man einen Krug voll Öl mit sich schleppt, obwohl das Öl in den Lampen ja eigentlich reichen sollte. Man kann eben vorher nie wissen, ob man es noch brauchen wird. Doch macht sich die Mühe belohnt, wenn wir es dann tatsächlich benötigen. Sei es jetzt Öl, oder auch einfach nur die Liebe in unseren Herzen, die uns manchmal einfach als unnötig erscheint - ich finde man kann nie genug davon mit sich tragen!
[Gefunden im Licht und Kraft-Blog]
Text aus Wikipedia, Matthäus 25, 1-13
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